Sonderanhänger Strom-Erzeugungs-Aggregat

Landrat übergibt Stromaggregat für die Notversorgung der Digitalfunk-Basisstationen
 
„Mit der Bereitstellung des Stromerzeugungsaggregats wird ein weiterer wichtiger Schritt zur Festigung der Betriebssicherheit des Digitalfunknetzes vollzogen“ mit diesen Worten übergab Landrat Ulrich Krebs in seiner Funktion als Leiter der unteren Katastrophenschutzbehörde dem Leiter der Feuerwehr Bad Homburg, Branddirektor Daniel Guischard, einen Anhänger mit dem etwas sperrigen Namen „Sonderanhänger Strom-Erzeugungs-Aggregat“ (SDAH-SEA).
Mit der zentralen Beschaffung und Verteilung 25 solcher Anhänger auf die Landkreise stellt das Land Hessen sicher, dass Digitalfunk-Basisstationen auch im Falle eines langfristigen Stromausfalls mit mobilen Stromaggregaten weiterbetrieben werden können. Vom zuständigen Innenministerium wurde vorgegeben, dass die Anhänger in jedem Landkreis dem Aufgabenbereich Information und Kommunikation, die im Hochtaunuskreis ihre Standorte bei den Feuerwehren Bad Homburg und Kronberg hat, zugeordnet sind.
Bad Homburg betreibt den Gerätewagen (GW-IuK) dieser Einheit, der als Zugfahrzeug dienen soll. „Das Notstromaggregat des Landes Hessen passt sehr gut in unser Notversorgungskonzept, mit dem wir mit mobilen und stationären Anlagen die Versorgung unserer Feuerwehrhäuser und Bevölkerungsschutzstützpunkte bei Netzausfällen sicherstellen“, sagte Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes.
Landrat Krebs informierte sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Alexander Hetjes, dem Dezernenten für den Bevölkerungsschutz Bürgermeister Meinhard Matern und in Begleitung des stellvertretenden Kreisbrandinspektors Lars Benndorf über die Einsatzkonzepte zur Notstromversorgung der Digitalfunkbasisstationen. Dabei wurde erläutert, dass das Land in Zukunft die Zuteilung weiterer Stromersatzaggregate für den beschriebenen Einsatzzweck vorsieht, die dann auch auf andere Feuerwehren im Kreis verteilt werden.
Außer zur Versorgung der Basisstationen im Katastrophenfall dürfen diese Stromerzeuger, die über eine Leistung von 11 kVA verfügen, auch im Alltagsgeschäft der Feuerwehren eingesetzt werden.
 
Hintergrund:
Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und die Einheiten des Katastrophenschutzes funken heute digital im System des sogenannten Terrestrial Trunked Radio kurz TETRA (Terrestrischer Bündelfunk). Ein Netz, dass ähnlich der Mobilfunknetze auch in Zellen aufgeteilt ist, die jeweils durch eine Basisstation (vergleichbar einem Sendemast) versorgt werden. Neben dem Funken im klassischen Sinne dient das Netz zur Alarmierung von Einsatzkräften über Pager und erlaubt auch die Übermittlung von Daten wie z. B. Alarmierungstexten (Einsatzstichworte, -adressen etc.). Es versteht sich von selbst, dass die Basisstationen als Herzstück der Digitalfunkversorgung über eine hohe Ausfallsicherheit verfügen müssen. Sie sind daher mit Batteriesystemen ausgestattet, die bei Ausfall des Stromnetzes den Weiterbetrieb für mindestens 4 Stunden erlauben.
Für den Katastrophenfall müssen jedoch auch Szenarien einer langfristigen und großflächigen Unterbrechung der Stromversorgung bedacht werden. Hierfür rüstet das Land Hessen sukzessive 100 seiner über 440 Basisstationen mit stationären Netzersatzanlagen aus. Für den Rest werden rund 100 mobile Strom-Erzeugungs-Aggregate beschafft, die im Bedarfsfall den Basisstationen durch die Feuerwehren zugeführt werden. Mit der Verteilung der ersten 25 Anhänger auf die Landkreise wurde diese Beschaffung nun angestoßen.

Übung Technische Hilfeleistung

In den Abendstunden des 25.06.18 fand eine Übung der freiwilligen Einsatzkräfte der Stadtwehr statt.

Das geplante Übungsthema war eigentlich ein Einsatztraining mit der Drehleiter. Da diese jedoch anderweitig benötigt wurde, entschied man sich, das Vorgehen mit der weniger beliebten Art von Leitern zu trainieren: den tragbaren Leitern.

Am Übungsplatz angekommen stand auch schon passend ein Container bereit, in welchen eine Übungspuppe als Darsteller gelegt wurde.
Die Mannschaft sollte im Folgenden die Person aus dem Container retten; die Tür des Containers war natürlich verschlossen und konnte nicht geöffnet werden.

An die Frontseite des Containers wurde eine Rettungsplattform gestellt, sodass die Einsatzkräfte eine Möglichkeit hatten, in das Innere des Containers zu schauen.
Anschließend wurde ein Steckleiterteil an die Innenwand gestellt, über welches der erste Trupp in den Container zu der verletzten Person gelangte. Sofort wurden ein Rettungsrucksack, ein Spine Board und eine Schleifkorbtrage nachgereicht, sodass der Trupp sowohl mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen als auch mit der Vorbereitung der Rettung beginnen konnte. Zeitgleich wurde es jetzt ziemlich eng im Container. Die restlichen Einsatzkräfte mussten einen sogenannten Leiterbock aufstellen, wobei jeweils zwei Steckleiterteile A-förmig mit einem Verbindungsstück zusammengefügt wurden. Dieser wurde im Container aufgerichtet und die verletzte in der Trage liegende Person mit einem Seil und Karabiner mittig an dem Leiterbock befestigt.
Jetzt waren alle Kräfte gefordert, um die verletzte Person gleichzeitig hochzuziehen. Doch auch diese Hürde war mit den Einsatzkräften schnell geschafft; die Trage wurde bis auf die Höhe des Containerrandes gezogen. Von dort aus "rutschte" diese über zwei weitere Steckleiterteile bis zum Boden.

Die Person war gerettet, die Übung erfolgreich.

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Tag der offenen Tür bei der Stadtwehr am 12. August 2018

Am 12.08.2018 war es endlich wieder so weit, die freiwillige Feuerwehr der Stadt Bad Homburg - Stadt präsentierte den Bürgern ihre Feuerwache beim Tag der offenen Tür.

Pünktlich um 10 Uhr öffneten sich die Tore für große und kleine Besucher, die einen spannenden und aufregenden Tag bei der Feuerwehr erleben konnten. Neben Führungen durch die Feuerwache wurden die unterschiedlichen Fahrzeuge und Gerätschaften ausgestellt und von unserem fachkundigen Personal auf Wunsch näher erläutert. Um den Bürgern die engen Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungsdienste näher zu bringen, waren hier ebenfalls die Polizei mit einem Einsatzfahrzeug, das Deutsche Rote Kreuz mit einem Rettungswagen sowie das Technische Hilfswerk mit einem Bergungsräumgerät und einem Mannschaftstransportwagen zu Gast .

In der Mittagszeit demonstrierten die Kameraden ihr Können in einer Schauübung auf dem Übungsgelände hinter der Feuerwache. Mit Hilfe einer Rauchkapsel wurde ein Fahrzeugbrand simuliert, den es unter neugieriger Beobachtung der angeströmten Zuschauer mit Übungsschaum zu löschen galt.

Aber auch den kleinen Gästen wurde von Seiten der Jugendfeuerwehr einiges geboten. So konnten sie sich beim Bobbycar-Rennen und auf der Hüpfburg austoben, bei einer kindgerechten Führung der Jugendfeuerwehrmitglieder die Feuerwache erkunden oder sich als kleiner Feuerwehrmann beim Löschen eines Wohnhausbrandes an einer Spritzwand versuchen.

Abgerundet wurde die gesamte Veranstaltung natürlich durch Getränke und Speisen vom Grill, der traditionellen Erbsensuppe, Kaffee und Kuchen sowie selbst gebackenen Waffeln und Slush Eis von der Jugendfeuerwehr.

Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern und freuen uns schon auf den nächsten Tag der offen Tür.

Jahreshauptversammlung der Stadtwehr 2018

Am 23. März 2018 fand die jährliche Jahreshauptversammlung der freiwilligen Feuerwehr Bad Homburg -Stadt in den beiden Lehrsälen in der Feuerwache Dietigheimer Straße statt.

Als Ehrengäste waren der Oberbürgermeister Herr Alexander Hetjes, der Bürgermeister und Feuerwehrdezernet Herr Meinhard Matern, der Leiter der Feuerwehr Bad Homburg Herr Daniel Guischard, sowie als Vertreter der Presse Herr Emler (Homburger Woche) zugegen. Der Stadtverordnetenvorsteher Herr Dr. Alfred Etzrodt hatte sich zuvor für diese Veranstaltung entschuldigt, an seiner Stelle nahm Herr Peter Braun an der Versammlung teil. 

Nachdem Jörg Meketzer als Wehrführer und Vorsitzender alle Anwesenden begrüßt hatte, erfolgten die Grußworte der einzelnen Ehrengäste. 

Den Grußworten folgte der Wehrführer und 1. Vorsitzende Kamerad Jörg Meketzer mit seinem Jahresbericht für 2017. So wurden von den 73 aktiven Einsatzkräften (davon 6 Frauen) der Stadtwehr im Jahr 2017 insgesamt 518 Einsätze abgearbeitet.

Diese untergliedern sich in:

150 Brandsicherheitsdienste im Kurtheater, Englische Kirche, beim Homburger Sommer oder beim Laternenfestfeuerwerk,

112 Fehlalarme z. B. durch Auslösungen von Brandmeldeanlagen oder ausgelöste Heimrauchmelder,

188 Hilfeleistungen z. B. auf der Autobahn, eingeschlossene Personen in Aufzügen, Beseitigung von Sturm- u. Unwetterschäden, Verkehrsunfällen und

68 Brände. Diese unterteilen sich in 6 Kleinbrände A, 22 Kleinbrände B, 4 Mittelbrände, 1 Großbrände sowie 35 gelöschte Feuer (z. B. Topf auf Herd).

Die Einsatzzahlen sind im angehängten Dokument statistisch ausgewertet und graphisch dargestellt. (Statistik 2017.pdf)

Weiter folgten die einzelnen Berichte des Jugendwartes und Rechnungsführers.

So konnte der Jugendwart Daniel Adolph in seinem Bericht die Mitgliedszahl von 8 Mädchen und 14 Jungen in der Jugendfeuerwehr nennen. Diese haben unter anderem den Kletterpark Seulberg und das Kinopolis besucht, haben an einem 24 Stunden Dienst, einer Jahresgemeinschaftsübung und einem Lasertag-Turnier teilgenommen, bei dem der 1. Platz gewonnen werden konnte. 

Der Oberbürgermeister, der Leiter der Feuerwehr sowie der Wehrführer und sein Stellvertreter vollzogen im Anschluss an die Berichte die Beförderungen.

Zum Feuerwehrmannanwärter Tom Jacob

Zur Feuerwehrfrau

Christina Juli 

Zum Feuerwehrmann

Nils Kretzschmar und Paul von Egidy

Zum Oberfeuerwehrmann

Jonas Volk

Zum Hauptfeuerwehrmann

Torsten Stürtz

Zum Löschmeister

Nicolas Spahn

Zur Oberlöschmeisterin

Rebecca Gorißen

Zum Oberlöschmeister

Florian Wulf

Auch konnten wieder viele Vereinsehrungen überreicht werden:

Geehrt wurden für 10 Jahre Vereinsmitgliedschaft die Kameraden Thomas Fey (nicht anwesend), Christina Juli, Andreas Keimling, Falk Reul (nicht anwesend), Mladen Sudar und Moritz Zoia (nicht anwesend) mit der bronzenen Vereinsnadel.

Für 20 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurden den Kameraden Stefan Junghanns und Nicolas Spahn die Vereinsnadel in Silber überreicht.

Für 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurde Kamerad Hans-Christoph Hundertmark (nicht anwesend) sowie für 60 Jahre Vereinsmitgliedschaft der Kamerad Hans Schroedter geehrt.

In diesem Jahr standen auch vier Wahlen an. So mussten der stellvertretende Wehrführer, der Schriftführer, der Kassenwart und ein Beisitzer neu gewählt werden.

  • Zum stellvertretenden Wehrführer wurde Sascha Stürtz gewählt, nachdem der langjährige stellvertretende Wehrführer Jürgen Landau sich aus privaten Gründen nicht erneut zur Wahl stellte. Wir bedanken uns sehr herzlich für sein geleistetes Engagement in den letzten 12 Jahren!
  • Schriftführer ist für die 4. Amtszeit in Folge Stefan Junghanns. Er wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt.
  • Im Vorstand sitzt nun auch Ralf Engelhardt als Rechnungsführer. Herzlichen Dank für die geleistete Arbeit in den letzten 15 Jahren seinem Vorgänger Jörg Ernst!
  • Als Beisitzer (Vertreter der Gruppe 3) wurde Daniel Meketzer erneut gewählt.

 

Einsatzstatistik